Rückblick Schmiede-Biennale 2024

Biennale 2024: Eine runde Sache!

 

Im Rückblick auf die Biennale 2024 können wir feststellen, dass alles gepasst hat. Dank der Aktivitäten der Schweizer Kollegen von der IG Schmiede und des IFGS (beim Jungschmiedetreffen) sowie der vielen Aktiven unseres Vereins ziehen wir eine positive Bilanz. Nicht zuletzt bedanken wir uns auch beim Bezirk Oberbayern für die langjährige Unterstützung. Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf folgender Seite: click-> Hier ist der Link zu Bericht vom Schmiedetreffen 2024 <-click

 

 

Die 14. Biennale wirft ihre Schatten voraus

Das Organisations-Team der Schmiedebiennale ist mit der Planung bereits weit fortgeschritten. Vom 1. bis 4. August 2024 wird den Besuchern viel geboten. Wichtig dabei: Vor allem die Schmiede und Metallgestalter aus nah und fern bekommen ein breitgefächertes Angebot an Vorführungen und Vorträgen. Bei der feierlichen Eröffnung am Donnerstagabend (19 Uhr) werden Gäste und Teilnehmer begrüßt. Es gibt ein Willkommens-Feuer für die Gastlandschmiede aus der Schweiz und die übliche Kennenlern-Runde.

 

Als Gastland aktiv: die Schweiz

Unter dem Schmiedezelt sind die Kolleginnen und Kollegen der Interessengemeinschaft (IG Schmiede) aus der Schweiz am Freitag und Samstag aktiv. Sie arbeiten wieder an einem Sagen- oder Märchenthema. Da die Schweiz bei der Biennale 2024 als Gastland ausgerufen ist, haben die Schmiede aus dem Nachbarland einige Aktivitäten in Planung. Allzu viel wollen sie noch nicht verraten. Aber es wird wohl neben den Ambossklängen von ihnen etwas zu hören und auch zu schmecken geben. Als prominenter Vertreter seines Landes hat Konsul Uve Haueter vom Konsulat in München sein Kommen angesagt.

 

Am Schmiedeplatz ist jede Menge geboten

Auf einer vergrößerten Fläche (auf das große Gastro-Zelt wird diesmal verzichtet – fürs leibliche Wohl ist aber trotzdem gesorgt) sind vielfältige Vorführungen geplant. Unter anderem wird die Firma Angele zeigen wie mit modernen Induktions-Öfen Metall erwärmt werden kann, ein ganz anderes Verfahren zeigen die Archeo-Techniker des Trommer-Teams. Sie zeigen wie in früheren Zeiten Metallguss vonstatten ging. Zum festen Bestandteil der Biennale gehört der Kupferschmied Manfred Würth mit seinem Stand. Martina und Martin Fritz zeigen ein noch recht neues Verfahren um Metallguss zu restaurieren. Auch Schellenschmied Rene Soller ist wieder mit von der Partie. Wir nennen hier nur einige praktische Vorführungen. Auch hier sind die Planungen noch nicht ganz abgeschlossen.

 

Fachvorträge und Workshops

Für die Fachbesucher stehen einige Vorträge auf dem Programm. Heiner Zimmermann, Alfred Bullermann, Siegfried Steiner (Österreich) und Monica und Benjamin Kjellman-Chapin (Norwegen) sprechen über aktuelle Themen.

Weitere Referate sind noch vorgesehen.

Während der Biennale sind auch die bisher angefertigten Arbeiten der IG Schmiede als Ausstellung im Rathaus der Stadt Kolbermoor zu sehen. Wie immer wird es eine Schau der mitgebrachten Arbeiten im Mareissaal am Schmiedeplatz geben.

 

Angebot für Besucher aus der Region

Für die interessierten Besucher aus Kolbermoor und der Region wird wieder „Schmieden mit Kindern“ angeboten. Das einheimische Team wird diesmal durch Volker Priewe mit seinem Stand verstärkt. Der Bauhof der Stadt wird nicht nur wie bisher für die Logistik und den Schmiedeplatz zuständig sein, sondern auch wieder den Flachcontainer mit der Sandgrube (Schatzsuche) für Kinder zur Verfügung stellen. Am Samstag ist der Auftritt der Batteria Z geplant. Die Trommler-Rhythmus-Gruppe war sich von vielen Jahren Gast bei der Biennale und wurde wegen des damaligen Erfolges wieder gebucht.

 

Höhepunkte LadiesNight und Nachtschmieden

Als einer der schmiedischen Höhepunkte gilt wieder die „LadiesNight“ am Freitag im Schmiedezelt und am Samstag das traditionelle Nachschmieden. Die Versteigerung von zur Verfügung gestellten Schmiedearbeiten schließt am Sonntag die Biennale ab.

 

Der internationale Nachwuchs zeigt Flagge

Der internationalen Biennale in Kolbermoor vorgeschaltet ist ein Jungschmiedetreffen, das zusammen mit dem Internationalen Fachverberband Gestaltender Schmiede (IFGS) organisiert wird. 30 Auszubildende und junge Gesellen werden sich dem Thema „Schrift, Zeichen und Zahlen“ widmen. Ab Montag, 29. Juli ist der schmiedische Nachwuchs in der Mangfallstadt zu Gast und wird auch im Schmiedezelt zeigen, dass es um die nächste Generation gut bestellt ist.

 

Bitte unbedingt frühzeitig Quartiere buchen

Für Fachbesucher wie nochmals darauf hingewiesen, dass die Biennale zur Urlaubs-Hochzeit stattfindet. Es wird empfohlen, frühzeitig Quartiere zur Übernachtung zu buchen. Das Orga-Team der Biennale hat auf dieser Seite eine Zusammenstellung von Pensionen und Hotels veröffentlicht. Kurzfristig können keine Zimmer zur Verfügung gestellt werden. Im B&B-Hotel in Rosenheim wurde ein Kontigent an Zimmern für Besucher blockiert bis 15. Mai. Wer sich als Biennale-Besucher mit dem Code 868086 bei der Rezeption meldet, kann als Selbstzahler ein Zimmer aus dem Kontingent buchen.

Die Firma Angele informiert kurzfristig, dass sie an ihrem Stand auf der Biennale in Kolbermoor ein neues

"Induktionsgerät zum Schmieden" zeigen wird. Stromanschluss: 400V/3-ph, 16A; Leistung: 7,2 kW, 600kVA

 

Die technischen Möglichkeiten in Stichworten:
- schnelle, effiziente Erwärmung
- Erwärmung bis zum Schmelzpunkt möglich
- geringe Emission
- einfache Bedienung
- robuste Bauform
- geringere Betriebskosten als bei Gas/Kohle
- umweltfreundlich (bei Strom aus regenerativen Quellen)
- sichere Anwendung
- uvm...

Das Gerät steht am Stand von Angele und kann das ganze Wochenende getestet/vorgeführt werden.


Ein buntes Programm wartet auf die Teilnehmer

Mittwoch, 3. August:

18 Uhr offizielle Eröffnung mit den Erler Bläsern
Grußworte des Schirmherrn Staatsminister Hubert Aiwanger
Anschmieden mit Hubert Aiwanger
Grußworte des Landrats Otto Lederer
Gruß an die Schmiede von Urban Unger von der Landesinnung Tirol
ab 19 Uhr gemütliches Beisammensein

Donnerstag, 4. August:

Ab 14 Uhr Schmieden im Zelt
Ab 14 Uhr Anlieferung für Mareissaal
14-16 Uhr Schmieden mit Kindern

Freitag, 5. August:

ab 10 Uhr Anlieferung von Arbeiten für Mareis-Saal-Ausstellung
ab 10 Uhr Vorführung Schellenschmieden mit Renè Soller
10 - 18 Uhr Schmieden im Zelt
Dabei: Vorführungen von Kees Klaassen
Dabei: Kupferschmieden mit Manfred Wirth
IG Schmiede aus der Schweiz in Aktion
14 Uhr Sepp und Hapi am kleinen Schmiedestand
14 -18 Uhr Workshop mit Helmut Brummer
16 Uhr Workshop Guss-Schweißen mit Martin Fritz
14-16 Uhr Schmieden mit Kindern
Ab 18 Uhr Ladies Night - Frauen am Amboss

Samstag, 6. August:

ab 10 Uhr Vorführung Schellenschmieden mit Renè Soller
ab 10 Uhr Ausstellung Mareissaal geöffnet
12 Uhr Workshop Guss-Schweißen mit Martin Fritz
10 Uhr bis 22 Uhr Schmieden im Zelt
Dabei: Vorführungen von Kees Klaassen
Dabei: Kupferschmieden mit Manfred Wirth
ab 12 Uhr Bronzegießen wie in der Bronzezeit mit Team Frank Trommer
Update: 13 Uhr Messerklingentest von Ulrich Gerfin. Test nach Catra Methode / Pendelschlagversuch
15 Uhr Vortrag Urnengrab Kolbermoor, Saal der Musikschule
14 -18 Uhr Workshop mit Helmut Brummer
10-12 und 14-16 Uhr Schmieden mit Kindern
16 Uhr Vorführung Eggenzinken Schmieden
16.30 Uhr Schmiedegottesdienst am Platz
18 Uhr Vorführung Aufziehen Reifen für Eisstock

Sonntag, 7. August:

9 - 11 Uhr Schmieden im Zelt
Musikalische Unterhaltung am Platz
9 -11 Uhr Bronzegießen wie in der Bronzezeit mit Team Frank Trommer
11 Uhr Versteigerung von Schmiedearbeiten
 
 
 
Nach vier langen Jahren gibt es wieder eine Biennale der Schmiede in Kolbermoor. Es kristallisiert sich ein recht anspruchsvolles Programm heraus. Hier nun einige Höhepunkte:

Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat die Schirmherrschaft der Biennale übernommen. Das Ministerium teilt mit: „Es ist für ihn eine Ehre“. Letztlich fällt das Schmiede- und Metallgestalter-Handwerk ja unter seinen Zuständigkeitsbereich.

Teilnehmer früherer Biennalen können sich vielleicht noch an den Silberschmied Bouzou aus Niger erinnern. Seine Auftritte mit landestypischem Schmuck fanden viel Beachtung. Bouzou kann aus Gesundheitsgründen nicht mehr kommen, er schickt aber seinen Sohn Abdoulahi, der seine Arbeit übernommen hat.

Wir freuen uns über die Zusage von Rene Soller, einem Kunstschmied aus der Schweiz. Rene wird vorführen, wie Schweizer Schellen geschmiedet und mit Messing im Feuer gelötet werden.

Kees Klaassen aus den Niederlanden hat eine faszinierende Art erfunden, sehr kleine aber ausdrucksvolle Figuren mit dem Presslufthammer zu gestalten. Er wird diese raffinierte Technik live vorführen.

Martin Fritz aus dem Allgäu zeigt in einem Workshop, wie man mit Hilfe eines Brenners und spezieller Ausrüstung gebrochenes Gusseisen schweißen kann. Dieses Verfahren wird besonders die Teilnehmer interessieren, die mit Guss in der Denkmalpflege zu tun haben.

Am Freitagabend gehört der Schmiedeplatz traditionell den Schmiedinnen. Sie sind eingeladen in der „Ladies-Night“ ihr Können zu zeigen. Schmiede sind höchstens als Zuschläger erlaubt.

Im Programm gibt es eine Reihe von klassischen Vorführungen und Vorstellungen. Man könnte fast von einer „historischen und mystischen Biennale“ sprechen.

Als Gäste erwartet das Organisationsteam auch heuer wieder die Kult-Anhänger von Samy Vermeulen und Josef Kerschbaumsteiner mit Hapi Holnsteiner. Es ist also für etwas Mystik und gute Laune gesorgt.

Samstag und Sonntag wird ein Team des Archäotechnikers Frank Trommer vorführen, wie zu Anfang der Bronzezeit einfaches Gerät und Schmuck aus Bronze gegossen wurde. Trommer und seine Mitarbeiter arbeiten mit vielen Museen und Universitäten zusammen. Ihre Präsentation ist erstmals in Kolbermoor zu sehen.

Dies sind nur einige Teile des reichhaltigen Programms. Es wird auch Vorführungen im Eggenzinkenschmieden und Radreifenaufziehen geben. Die IG Schmiede aus der Schweiz haben sicher wieder eine Überraschung an Feuer und Amboss vorbereitet und Josef Still erwartet in der Ausstellung im Mareissaal die Ausstellungsstücke der Teilnehmer.

Unser Kupferschmied Manfred Wirth hat sich diesmal wieder einen Kraftakt vorgenommen. Er wird das Schmiedelied von Kolbermoor live von Publikum in Kupfer treiben.

Helmut Brummer wird in bewährter Weise wieder einen Basis-Workshop abhalten: Hilfsmittel wie Meißel, Punze, Lochdorn und Spaltmeißen schmieden und härten. Wir planen eine Vorführung, wie Eggenzinken für landwirtschaftliche Eggen geschmiedet und verarbeitet werden und Hans Neuschmid führt vor, wie Reifen auf Eisstöcke aufzeigen werden.

Auch für die Kinder gibt es eine neue Attraktion neben dem bewährten Schmieden von Schlüsselanhängern. Was es genau ist, wird noch nicht verraten.

 

Die Biennale startet am Donnerstagabend, 4. August und dauert bis Sonntag, 7. August. Ein Hinweis für Besucher und Teilnehmer: Die Quartiere zur Übernachtung sind erfahrungsgemäß zu dieser Zeit knapp. Suchen Sie unter www.booking.com rechtzeitig ihr Zimmer.

Lehrlinge und Gesellen können wieder in der Feuerwehr-Turnhalle unterkonnen – Isomatte und Schlafsack nicht vergessen. Wohnmobilisten und Zelt-Schläfer können auf dem BMX-Gelände wenige hundert Meter ihren Zeltplatz aussuchen. Parkplätze für aktive Teilnehmerbefinden sich hinter der alten Schule direkt am Schmiedplatz.

 Weitere Informationen zum Programm und zum Ablauf finden Sie auf www.metall-zentrum.de und www.metall-aktiv.de.

Vom 2. bis 5. August 2018

Schmiedefreunde aus aller Welt treffen auf bayerische Lebensart

Das zwölfte Zusammentreffen im oberbayerischen Kolbermoor stand unter einem »nordischen Stern«. Die fünf skandinavischen Länder waren im August als Gastländer eingeladen, ihre Arbeiten zu zeigen, ihre speziellen Techniken vorzuführen und über ihre Länder und ihre Erfahrungen zu sprechen. Aber auch sonst gab es viele Gelegenheiten, am Feuer Vorführungen zu machen, Gedankenaustausch zu pflegen und sich unter seinesgleichen wohlzufühlen.



Neben dem Pflichtprogramm (Schmiededemonstrationen an sechs Feuern, Gießerdemonstrationen von Volker Allexi, Versteigerung am Sonntag) gab es eine Reihe von Vorträgen, beispielsweise von Professor Heiner Zimmermann, der über die Arbeit an der Schmiede-Akademie der Uni Göteborg in Steneby berichtete. Darüber hinaus referierte er auf seine eigene Art und Weise über Markt und Marktverhalten der Metallgestalter. Tobbe Malm berichtete über die Schwierigkeiten auf dem Weg zum Rosendenkmal für die Opfer des Massakers von Utoya.

Einen umfangreichen Rückblick auf die Schmiedewoche ist in der September/Oktober-Ausgabe der Metallgestalter-Zeitschrift HEPHAISTOS zu finden. Die Ausgabe ist im Medien-Shop auf metall-aktiv.de jederzeit bestellbar.

→ HEPHAISTOS Ausgabe 9/10 2018 mit Nachbericht einzeln bestellen
→ HEPHAISTOS im Jahresabonnement (6 Ausgaben) bestellen

Wer sich von der einzigartigen Stimmung selbst begeistern lassen will, der muss sich das schon mit eigenen Augen anschauen. Vielleicht ja bei der XIII. Biennale in Kolbermoor 2020? Wir sehen uns!

Das Programmheft zur XI. Biennale der Schmiede in Kolbermoor.
Hier geht's kostenlosen Online-Version!

Schmiede-Biennale 2016

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Das Organisationsteam der Biennale bedankt sich bei allen Teilnehmern, Helfern, den zahlreichen Besuchern und der Stadt Kolbermoor für eine unvergessliche Biennale 2016.

Einen umfangreichen Rückblick auf die Schmiedewoche ist in der September/Oktober-Ausgabe der Metallgestalter-Zeitschrift HEPHAISTOS zu finden. Die Ausgabe ist im Medien-Shop auf metall-aktiv.de jederzeit bestellbar.

→ HEPHAISTOS Ausgabe 9/10 2016 mit Nachbericht einzeln bestellen
→ HEPHAISTOS im Jahresabonnement (6 Ausgaben) bestellen

Wer sich von der einzigartigen Stimmung selbst begeistern lassen will, der muss sich das schon mit eigenen Augen anschauen. Vielleicht ja bei der XII. Biennale in Kolbermoor 2018? Wir sehen uns!

Ihr Orga-Team

 

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Das Programmheft zur XI. Biennale der Schmiede in Kolbermoor:

Auf 36 Seiten im vollfarbigen A4-Format werden die Besucher wie gewohnt über alles Wissenswerte rund um das Schmiedetreffen informiert. 

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Schmiede-Biennale 2014

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Fast vier Tage lang drehte sich das Leben im oberbayerischen Städtchen Kolbermoor um die 10. Biennale der Schmiede:
Vom 31. Juli bis zum 3. August trafen sich hier Fachleute und Fans der Schmiedeszene zu einem betriebsamen und kreativen Austausch, der jedoch auch nachdenkliche Facetten annahm.

Die Schmiedekunst versteht sich als Botschafterin des Friedens. Früher diente sie der Herstellung von Kriegsmaterial, heute soll sie ein Zeichen setzen gegen Krieg.« Die Worte, die Verleger Peter Elgaß bei der Vergabe des Alfred-Habermann-Preises einleitend verwendete, könnten wie ein Motto übertragen werden auf die ganze Jubiläums-Biennale der Schmiede in Kolbermoor. Bürgermeister Peter Kloo gedachte in seiner Eröffnungsrede den Schmieden aus Ukraine und Russland und machte den Gästen deutlich, dass es durchaus nicht als selbstverständlich gelten kann, in Frieden leben zu dürfen. Viele Metallgestalter und Besucher waren sich dieses Privilegs bewusst – und genossen umso mehr das freundschaftlich-herzliche Miteinander auf dem Schmiedeplatz, das den fachlichen Austausch begleitete.

30 Jahre Schmiedebiennale 2026

30 Jahre Feuer, Eisen und Inspiration in Kolbermoor

 

Biennale 2026

 

Vom 6. bis 9. August 2026 verwandelt sich Kolbermoor erneut in ein pulsierendes Zentrum der Schmiedekunst. Die Biennale der Schmiede feiert ihr 30-jähriges Jubiläum – und das mit einem Programm, das Tradition, Innovation und internationale Freundschaft vereint.

 

Seit drei Jahrzehnten steht die Biennale in Kolbermoor für die lebendige Verbindung von Handwerk, Kunst und Gemeinschaft. Im nächsten Jahr richtet sich der Blick über die Alpen – denn das Gastland 2026 ist Österreich, dessen Schmiedekultur eine ebenso lange wie beeindruckende Geschichte aufweist.

 

Schmiedinnen und Schmiede aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und ganz Europa werden in Kolbermoor erwartet. In vielen Feuern, entsteht auf Platz vor dem Alten Rathaus ein lebendiges Festival der Formen und Funken.

 

Jugend: Projekt „Baumschutzgitter“

 

Das Jubiläum steht im Zeichen der Zukunft: Es ist wieder ein Jungschmiede-Projekt geplant. Die jungen Leute sollen sich dem Thema „Baumschutzgitter“ widmen – eine gestalterisch anspruchsvolle und zugleich praktische und Aufgabe. Junge Talente aus Ausbildungsbetrieben und Fachschulen sowie junge Gesellen sollen gemeinsam Entwürfe machen, die zeigen, wie sich handwerkliche Präzision und zeitgenössischem Design verbinden lässt. „Die Mitglieder des Schmiedebeirates im Ring der Europäischen Schmiedestädte planen gleichzeitig ihr Jahrestreffen in Kolbermoor abzuhalten und sollen sich dem gleichen Thema zu widmen.“ sagte Kolbermoors Vertreter im Ring, Michael Ertlmeier beim Vorbereitungstreffen. Unter Anleitung erfahrener Meister entstehen so neue Objekte, die im öffentlichen Raum sichtbare Spuren hinterlassen. Dass beide Gruppen zusammenarbeiten ist wohl zu erwarten. Davon profitieren werden sicher vor allem die Nachwuchskräfte.

 

Fachvorträge im Alten Rathaus

 

Begleitend dazu bietet die Biennale ein vielfältiges Fachprogramm 2026 erstmals im Alten Rathaus, der heutigen Musikschule. Internationale Referentinnen und Referenten aus Handwerk und Design sprechen über aktuelle Themen der Metallgestaltung: von nachhaltigen Materialien und modernen Fertigungstechniken über historische Schmiedetraditionen bis hin zur Rolle des Kunsthandwerks in einer sich wandelnden Gesellschaft. Noch stehen die Themen nicht fest, Angebote sind erwünscht.

 

Schmieden live erleben – für Groß und Klein

 

Neben den Fachveranstaltungen ist das Liveschmieden das Herzstück der Biennale. Besucherinnen und Besucher können den Kunstschmieden über die Schulter schauen, wenn aus glühendem Eisen einzigartige Werke entstehen. An den fünf Feuern im Schmiedezelt, aber auch an den Ständen darum herum gibt es viel zu sehen.

 

Ein besonderes Erlebnis bietet das „Schmieden mit Kindern“, bei dem junge Besucherinnen und Besucher unter sicherer Anleitung selbst Hand anlegen dürfen. Hier geht es um Neugier, Kreativität und den ersten Funken Begeisterung für ein altes, aber immer aktuelles Handwerk.

 

Österreich zu Gast

 

Mit Österreich als Gastland steht die Biennale 2025 auch im Zeichen der alpinen Schmiedekunst. Es ist geplant die mobile Schmiede der Kollegen aus dem Nachbarland, einen voll ausgestatteten Anhänger mit drei Arbeitsplätzen, in Kolbermoor einzusetzen.

 

Von filigranen Kunstobjekten bis zu Skulpturen präsentieren österreichische Schmiede Arbeiten und laden zu grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein. Von Ende Juni bis Ende September 2026 stellt die Stadt Kolbermoor Flächen im Eingangsbereich des Rathauses, im Foyer des Sitzungssaals und im Park hinter dem Rathaus zu Ausstellungszwecken zur Verfügung. Kleinere Arbeiten für drinnen, größere Objekte im Park. Auf dem Vorplatz des Rathauses ist die lebensgroße Figur eines Hufschmiedes am Amboss geplant.

 

Die Biennale der Schmiede ist nicht nur ein Treffpunkt für Fachleute, sondern auch ein Fest für die Menschen aus der Region Rosenheim. Stände und Ausstellungen machen Kolbermoor vier Tage lang zu einem Ort der Begegnung, des Hammerklanges. Einen kleinen Wermutstopfen gibt es doch: Der Mareissaal, in dem bei früheren Biennalen kurzfristig mitgebrachte Objekte ausgestellt wurden, steht diesmal nicht zur Verfügung. Er wird renoviert. 

 

Die Biennale in Kolbermoor – das ist 2026 ein Jubiläum, das nicht nur zurückblickt, sondern auch die Zukunft schmiedet. Wir werden an diese Stelle weiter über den Fortschritt der Planung berichten.

 

Kontakt

Förderverein der Biennale

der Schmiede in Kolbermoor

Präsident Peter Elgaß

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.metall-zentrum.de

  

Bild 1: Viel Publikum findet sich zur Versteigerung am Sonntag ein

Bild 2: Überblick über das Geschehen am Schmiedeplatz

Fotos: Johannes Thomae

 

 

 

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NO Hate Ausstellung

 

  Video Link zur "NO HATE" Aktion in Kolbermoor

 

! Hier klicken: Programm Flyer PDF NO Hate - Ausstellung !

 

 

 

Schmiede setzen Zeichen gegen Hass

 

Die große „Zwischen-Biennale“ in Kolbermoor startet mit einer dreimonatigen Laufzeit am 6. August auf dem Rathausplatz. Wir freuen uns über eine riesige Beteiligung von örtlichen Vereinen und Gemeinschaften, die unsere Aktion NO HATE mit dem Tiroler Schmied und Künstler Bernhard Witsch unterstützen.

 Worum geht es?

 Im Dezember 2020 haben Alexandra Rangger und Bernhard Witsch die Idee und ein umfassendes Gesamtkonzept für das Kunstprojekt NO HATE entwickelt und Anfang 2021 an KünstlerInnen und Kreative von nationaler und internationaler Herkunft eine persönliche Einladung zur Teilnahme gerichtet. Der Einladung sind zahlreiche Mitwirkende aus den verschiedensten Kreativbereichen gefolgt, die ein gemeinsames Zeichen setzen wollen. Ein Zeichen, das eine zeitlose Haltung symbolisiert. Ein Zeichen, das die Kraft des künstlerisch-kreativen Schaffens ausdrückt. Ein Zeichen, das Menschen verbindet.

 „Wir beobachten diese Zeiten der großen Veränderungen und erinnern an das Potenzial von kreativen Netzwerken. Wir beziehen Position für das, was uns als Stärke vereint, stehen für ein Miteinander und plädieren gegen jede Form von Hass“, beschreiben Rangger und Witsch die Botschaft des Projektes.

 Den beiden ist es gelungen, 71 KünstlerInnen und Kreative aus dem In- und Ausland mit 69 Beiträgen, ihrem Einsatz und mit ihrer persönlichen Botschaft in NO HATE zu vereinen.

 Botschaften, die verbinden

 Ausgangspunkt des Projekts war die Idee zu einer Metallskulptur, in Form des großdimensionalen Schriftzugs NO HATE. Die einzelnen Buchstaben bieten Metallflächen zur individuellen Gestaltung. Die KünstlerInnen und Kreative waren eingeladen, ihre persönliche Botschaft zum Thema NO HATE in Form eines Motivs, einer Wortkreation oder eines kurzen Satzes zu gestalten. Alexandra Rangger und Bernhard Witsch ordneten in einem ausführlichen Planungsschritt die einzelnen Beiträge auf dem gesamten Schriftzug an und fügten sie zu einem spannenden Gesamtbild zusammen. Es folgte als nächster Arbeitsschritt die Übertragungsphase der Entwürfe auf die Metallfläche durch Bernhard Witsch. Hierfür kam ein aufwendiges Verfahren mittels Plasmaschneider zum Einsatz. Vier KünstlerInnen haben das Metall selbst bearbeitet.

Aus den einzelnen Flächen entstanden durch das Zusammenschweißen die Buchstaben, in weiterer Folge der gesamte Schriftzug NO HATE, der insgesamt ca. einen Meter hoch, sieben Meter breit und 40 Zentimeter tief ist.

 Das Werk zeigt nun den Schriftzug NO HATE auf den Kopf gestellt. Rangger und Witsch lehnen sich dabei an das Prinzip der Kopfstandmethode an, die eine der effizientesten Brainstorming-Techniken darstellt. „Das Negativum – den Hass – HATE haben wir auf den Kopf gestellt und in einem konstruktiven Ideenfindungsprozess aller Mitwirkenden in seine Verneinung – in NO HATE – verkehrt“, erklären die beiden diesen Schritt.

 Mit dem Kunstprojekt wird aufgezeigt, dass unterschiedlichen Positionen, Perspektiven, Herangehensweisen und Meinungen in einer gemeinsamen Aussage münden können, die sich in diesem Fall für respektvolle und hassfreie Begegnung und konstruktives Miteinander einsetzt.

 Projektpräsentation

 Begleitend erschien ein beschreibendes Buch, welches das Projekt sowie alle KünstlerInnen und Mitwirkenden vorstellt. Dieses Buch können Sie in der Stadtbücherei käuflich erwerben. Alexandra Rangger und Bernhard Witsch haben mit der Skulptur langfristige und nachhaltige Pläne: „Wir haben vor, dieses Kunstwerk an wechselnden Standorten im öffentlichen Raum zu präsentieren und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.“ Es wandert seit 2022 an verschiedene Orte.

 Letztes Jahr wurde NO HATE auf der „ART Innsbruck“ erstmals öffentlich präsentiert, es folgte die Präsentation in der „Kunststraße Imst“. Es folgten Präsentationen in Bad Hall und an der Donau. Zuletzt war NO HATE in Taufkirchen zu sehen.


 

Schmiede-Biennale 2012

Internationale Biennale 2012 in Bayern mit Gastland Italien: Eiserne Brüder treffen sich in Kolbermoor

Viele Premieren hat die Biennale der Schmiede bereits erlebt. Auch 2012 wird es wieder eine geben: Kolbermoor stellt ab sofort »Gastländer« im Wechsel vor. Dieses Jahr steht Italien im Mittelpunkt. Europa wächst zusammen. Damit holt unser Kontinent eigentlich nur nach, was die Schmiede schon längst vorgemacht haben. Kolbermoor steht dieses Jahr unter dem Motto »Eiserne Brüder – Fratelli di Ferro«. Bereits am Freitag, 29. Juni, startet die Einladungs-Ausstellung italienischer Meister im Rosengarten der Alten Spinnerei. Zwölf bis fünfzehn Künstler aus dem Partnerland am Mittelmeer zeigen freie Arbeiten im Außengelände unter dem Zeltdach. Diese Schau wird über die Biennale (3. bis 5. August) hinaus bis zum 14. Oktober in der Mangfallstadt zu sehen sein. Am Abend des 29. Juni gibt es eine Vernissage mit italienischen und deutschen Kollegen. Während der Biennale finden Führungen durch die Rosengarten-Ausstellung statt.

Schmiede-Biennale 2010

8. Biennale der Kunstschmiede und Metallgestalter – Professionalität und hohes Niveau: Mit der Sonne strömt das Publikum

Die 8. Biennale in Kolbermoor erlebte am ersten Augustwochenende 2010 einen noch nie erlebten Besucherandrang. Nach dreitägigem Dauerregen, dem die aktiven Teilnehmer vom Eröffnungsschmieden im Biergarten am Donnerstagabend bis Samstagmittag arbeitssam trotzten, krochen schließlich auch die Oberbayern aus ihren Behausungen, um den über 100 Schmieden aus 13 Nationen bei der Arbeit zuzusehen. Das Schmiedehandwerk konnte in bester Professionalität für sich werben.

Größter Magnet für die Schmiede waren in diesem Jahr ohne Zweifel die Workshops von Helmut Brummer. Unterstützt vom Hersteller, den Wieland-Werken, und deren Vertriebs- und dem diesjährigen Biennale-Partner Mecu führte der Meister aus Gröbenzell an drei Tagen und nahezu ohne Pause in den Umgang mit der neuen Schmiedebronze Ecoform ein. Mit unterschiedlichen Erfolgserlebnissen, aber immens großem Interesse an den Eigenschaften der neuen Legierung, versuchten sich über 50 Gesellen und Meister, unter ihnen Schmiedelehrer Peat Oberon aus England und Will Freary Stoddard aus Texas, mit der neuen Legierung. Arbeitsplatz war eine abgedunkelte, mit drei Gasfeuern und sechs Ambossen ausgestattete Jurte, zur Verfügung gestellt und aufgebaut von den Kolbermoorer Pfadfindern.

Schmiede-Biennale 2008

Kolbermoor 2008: Die intensivste Biennale ihrer Geschichte

Noch keine Schmiede-Biennale in Kolbermoor wartete mit einem derart dicht gedrängten Programm auf wie die siebte Auflage 2008: Demonstrationen und bis auf den letzten Platz gefüllte Fachvorträge, ein buntes Rahmenprogramm und einzigartige Ausstellungs-Beiträge dürften ebenso in guter Erinnerung bleiben wie der erneut völkerverbindende Charakter der Zusammenkunft. Vielfacher Tenor: „Die Biennale 2008 war die beste aller Zeiten“